Soll es eine Garage sein oder doch lieber ein Carport? Welche Variante bietet mehr Vorzüge und worin unterscheiden sich diese beiden Möglichkeiten essentiell voneinander? Vor dieser Überlegung stehen immer mehr Menschen. Eines steht mit Sicherheit fest: ein überdachter Ort für das eigene Auto ist eine sinnvolle und kluge Lösung, doch welche Umsetzungsvariante letztendlich die Beste ist, lässt sich pauschal oft gar nicht so recht beantworten.
Warum ist ein Carport empfehlenswert und sinnvoll?
Eine überdachte Möglichkeit, um das eigene Auto unterzustellen ist natürlich immer äußerst sinnvoll und ratsam. Egal ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – das Auto ist immer optimal und rundum vor jeglichen Einflüssen geschützt. Pollenflug kann dem Autolack nichts anhaben, das Fahrzeug heizt sich bei großer Hitze nicht so intensiv auf und auch Eiskratzen steht nicht mehr auf der To-Do Liste. Ein Carport oder eine Garage schützt das Auto immer vor sogenannten wertmindernden Außenfaktoren und Korrosionsschäden.
Mit welchen Vorteilen punktet eine Garage?
Der Hauptaspekt, in dem sich eine Garage von einem Carport unterscheidet, ist dieser, dass eine Garage verschlossen werden kann. Eine Garage schützt das Auto nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern ganz essentiell auch vor Marderschäden, durch Vandalismus verursachte Schäden und natürlich auch vor Diebstahl. Insbesondere Besitzer von Dieselfahrzeugen profitieren von einer Garage. Starke Minustemperaturen können zur Folge haben, dass der Kraftstoff andickt und im schlimmsten Fall den Filter verstopft. Auch für Mietbewohner kann eine Garage äußerst praktisch sein. Wer keine Möglichkeit hat, sein Fahrzeug irgendwo unterzustellen, kann einen Tiefgaragenstellplatz oder eine Garage für sein Auto extern anmieten.
Vor der Konstruktion eines Carports oder einer Garage müssen einige Dinge beachtet werden
Bevor es mit dem Bau richtig losgehen kann, muss in den meisten Fällen eine Baugenehmigung eingeholt werden. Jedes Bundesland hat da seine eigenen Regelungen und Vorschriften, wie der Bauantrag ordnungsgemäß abzulaufen hat. Wer die Garage oder den Carport nicht selbst bauen möchte, sollte im Idealfall einen Architekten mit der Planung und der Bauantragsstellung beauftragen. Des Weiteren ist es wichtig die Nachbarn mit in das Bauvorhaben miteinzubeziehen. Hier sind gewisse Entfernungen einzuhalten, damit es im Nachhinein nicht zu großen Problemen und Streitigkeiten kommt.
Wie groß muss die Grundstücksfläche für einen Carport sein?
Hier ist es zunächst einmal wichtig zu überlegen, ob ein Einzel- oder ein Doppelcarport benötigt wird. Es gibt zahlreiche Modellvarianten für den Carport, die maßgeschneidert, an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können. Je nach Fahrzeug, das im Carport untergestellt werden soll, muss auch die Breite und Höhe der Konstruktion bemessen werden. Für einen normalen Mittelklasse-PKW muss eine Carportbreite von mindestens drei Metern eingeplant werden. Für ein SUV muss die Konstruktion schon etwas breiter ausfallen. Im Idealfall wird die Breite des Carports eher großzügig veranschlagt.
Welche Grundfläche wird für eine Garage benötigt?
Für eine Garage können ungefähr gleiche Maßstäbe, wie für die Carportkonstruktion angesetzt werden. Grundsätzlich sollte eine Garage ungefähr drei Meter breit und sechs Meter lang sein. Haus- und Grundstückseigentümer bemessen diese Fläche oft großzügiger, da eine Garage in vielen Fällen nicht nur der Fahrzeugunterstellung dient, sondern auch als Hobbyraum genutzt wird. Bei der Carport- oder Garagenplanung ist es zudem sehr wichtig den nötigen Rangierabstand nicht außer Acht zu lassen. Schon wenige Zentimeter mehr Raum können eine unheimliche Erleichterung beim Einparken darstellen.
Welche Kosten müssen für eine Garage oder ein Carport in Betracht gezogen werden?
Zunächst einmal muss die Frage geklärt werden, ob die Garage oder der Carport selbst gebaut werden kann oder eine Baumfirma dies übernehmen soll. Grundsätzlich ist es keine allzu schwere Aufgabe, Carports selbst aufzustellen, zumal es hierzu auch viele fertige Modellbausätze gibt. Bei einer Garage sieht die Situation dagegen schon ein wenig anders aus. Fertiggaragen werden in den meisten Fällen von den jeweiligen Herstellern aufgestellt. Simple kleinere Garagen sind schon ab einem Preis von 1.500 Euro erwerbbar. Bei einer Garage sollte nicht vergessen werden, dass auch im Nachhinein Kosten entstehen können, so beispielsweise für eine Wärmedämmung oder die Installation einer Beleuchtung. Auch möglicherweise zusätzlich benötigte Stromleitungen, zum Beispiel für ein Elektroauto, könnten sich in den Kosten recht deutlich niederschlagen.
Die preiswertere Umsetzungsvariante ist mit Sicherheit ein Carport. Auch hier gibt es unterschiedliche Modelle, die sich preislich teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Wer gerne handwerklichen Tätigkeiten nachgeht und das nötige Talent besitzt, ist mit einem fertigen Selbstbausatz nicht schlecht beraten. Auch ein Carport aus Holz, das keine Seitenwände hat, ist natürlich günstiger. Es bietet jedoch auch nicht den gleichen Schutz wie zum Beispiel eine verschlossen gemauerte Garage.
Egal für welche Variante man sich letztendlich auch entscheidet, es ist wichtig, die Kosten vorher genau zu berechnen. Je designter und luxuriöser der Carport oder die Garage ausfallen soll, desto höher werden verständlicherweise auch die Kosten sein. Allein schon die Höhe der Konstruktion beeinflusst die Kosten maßgeblich mit. Auch wer Solaranlagen mit implementieren möchte, muss mit einer Kostensteigerung rechnen.
Nachhaltigkeit trifft auf zeitloses Design – Carports und Garagen für den besonderen Geschmack
Langweilig wird es bestimmt mit keiner der beiden Varianten. Die Hersteller präsentieren immer wieder neue Trends und außergewöhnliche Designs. Auch für Dachbegrünungen eröffnen sich immer wieder neue Möglichkeiten. Für Garagen gibt es hochwertige Wärmedämmungen und Kühlreinrichtungen, die der Garage den nötigen Komfort verleihen, um sie auch für andere Dinge als nur die Fahrzeugunterstellung zu nutzen.
Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang auch ein immer wichtigeres Stichwort. Immer mehr Menschen wollen ihre eigene Energie produzieren und wünschen sich eine Solaranlage auf dem Carport- oder Garagendach. Für solche Solar- und Photovoltaikanlagen werden partiell auch bestimmte Förderungen von den Gemeinden angeboten. Es ist platzsparend, effizient und entlastet das örtliche Stromnetz erheblich. Für zahlreiche Carportvarianten werden die Solarmodule von Beginn an als Dach geplant und müssen nicht gesondert draufgebaut werden. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, vor Konstruktionsbeginn genauestens festzulegen, was gewünscht ist und realisiert werden soll.
Wer hat nun die Nase vorn – Carport oder Garage? Das Fazit
Jede Variante hat so ihre Vor- und Nachteile. Die Garage ist eine optimale Unterstellmöglichkeit für das eigene Auto und schützt nicht nur vor diversen Wetterfaktoren, sondern zudem vor Dieben und Mardern. Sicherheit und Komfort spiegelt sich auch im Preis wieder und so ist eine Garage wesentlich teurer als ein Carport. Wer die Kosten gerne überschaubar halten möchte, ist mit der Carportvariante bestens beraten. Auch in optischer Hinsicht werden hier einige Modelle angeboten, die äußerst attraktiv und designt sind.
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